Mobilität


Mahlsdorf ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die Neuansiedlung verschiedener Einkaufs- und Versorgungseinrichtungen, Wohnungen und nicht zuletzt der Bau der ISS Mahlsdorf.

Dies macht zwangsläufig die Erneuerung und Verbesserung der Straßenräume notwendig – ob zu Fuß, dem Auto, mit dem Rad oder den Öffentlichen.

Die Hönower Straße und der Hultschiner Damm sind in einem schlechten baulichen Zustand und nahezu ununterbrochen durch Stau und Überlastung voll. Begegnungen von Straßenbahn und Fahrzeugen verlaufen oft nicht störungsfrei. Ebenso fehlt es an sicheren Radwegeverbindungen und ausreichend gesicherten Stellplätzen für die Fahrräder. Die Umsteigewege von den Haltestellen zum Bahnhof Mahlsdorf sind unverhältnismäßig lang.

Tram Hultschiner Damm

Stetig neue Wohnungsbauprojekte in unserem Randbezirk erhöhen das Verkehrsaufkommen immer weiter. Hier gilt das Gleiche wie in den anderen Bereichen auch: Über Verdichtung sollten wir erst sprechen, wenn Straßen ertüchtigt und Angebote von Bus und Bahn ausgebaut werden. Fast 1/3 der Mahlsdorfer, Kaulsdorfer und Biesdorfer müssen mehr als 500 m zur nächsten Haltestelle mit 10-Minutentakt zurücklegen. Hier setze ich mich für neue, verlässliche Angebote ein.

Um den Ortskern Mahlsdorf wirksam zu entlasten, brauchen wir den 10-Minutentakt der Straßenbahn. Schnellstmöglich muss die Straßenbahn unter den S-Bahnhof verlegt werden. Schon heute könnten wir die freiwerdenden Flächen der Wendeschleife für ein Fahrradparkhaus nutzen, aber der Senat blockiert hier den ersten Schritt.

Wir brauchen aber auch eine wirksame Lösung für den Individualverkehr. Die vom Senat verfolgten Planungen werfen hier leider mehr Fragen auf, als dass sie Lösungen anbieten und entlasten unseren Ortskern nicht. Daher setzen wir uns auch für eine gemeinsame Lösung mit Brandenburg ein.

Doch der Senat kommt hier nicht voran. Es ist immer noch kein Planfeststellungsverfahren eingeleitet und selbst nach optimistischen Planungen soll es nach dem Willen des aktuellen Senats nicht vor 2025 zum Bau kommen.

Hier müssen wir schneller vorankommen. Und vor allem miteinander und nicht unter Ausschluss einzelner Beteiligter.

Die TVO muss kommen!

An die Verkehrslösung Mahlsdorf schließt sich nahtlos die Tangentiale Verbindung Ost – kurz TVO – an. Die Verkehrssituation in Biesdorf-Süd und auf der Köpenicker Straße werden immer unerträglicher. Diese Verkehrsbelastung wirkt sich ungefiltert auf die Chemnitzer Straße und Hultschiner Damm aus. Die TVO als kreuzungsfreie Stadtschnellstraße soll den Durchgangsverkehr bündeln und damit als Nord-Süd-Verbindung die Anwohner der Köpenicker, der Chemnitzer und des Hultschiner Damms entlasten.

Doch gerade will der Senat sein Koalitionsversprechen brechen. Es gibt Verzögerungen im Senat durch die Neuplanung eines Radschnellweges und weil der Senat gegenüber der Deutschen Bahn nicht die notwendige Priorität deutlich gemacht hat. Das ist absolut inakzeptabel. Das weit fortgeschrittene Verfahren für die Planfeststellung der Straßen-TVO muss nahtlos weiter gehen. Die Trasse für die Schienen-TVO wird freigehalten.

Das Ziel muss ganz klar sein, dass das Planfeststellungsverfahren für die TVO noch 2021 erfolgt und es keine Verzögerung aufgrund der Schienen-TVO gibt.